Heidelberg im Bild jetzt mit flattr
Auf Heidelberg im bild gibt es nun zu jedem Artikel einen flattr-Button. Das Prinzip hinter flattr ist recht einfach: Jedes flattr-Mitglied zahlt einen monatlichen Beitrag. Wenn man etwas sieht, was man für unterstützenswert hält oder wofür man sich bedanken möchte, so kann man den flattr-Button anklicken. Am Ende des Monats wird der Beitrag auf alle flattr-Buttons, die man geklickt hat, aufgeteilt. Die Funktionsweise wird in diesem kleinen Film veranschaulicht:
Der Unterschied von flattr zu herkömmlichen Micropayment-Systemen besteht darin, wie flattr funktioniert. Herkömmliche Micropayment-Systeme wie PayPal haben eine hohe Einstiegsschwelle (wer loggt sich in PayPal ein, um zehn Cent zu spenden...?). Hinzu kommt, dass entweder feste Beträge verlangt werden oder freiwillig gespendet werden kann. Nur: was ist in ein angemessener Betrag für einen hilfreichen Artikel?
Mit flattr werden diese Probleme gelöst - wenn es funktioniert. Das hängt natürlich davon ab, ob genügend Leute mitmachen. Momentan befindet sich flattr in einer Beta-Phase und man muss noch einige Tage auf seinen Account warten. Interessant könnte sein, ob sich flattr als social micropayment etablieren kann. Social deswegen, weil es auf einfache Art und Weise ermöglicht, Inhalte und Autore zu unterstützen. Ich selbst beispielsweise bin ducrhaus bereit, für guten Content zu bezahlen. Gleichzeitig kann ich aber nicht für jede Website, die ich online lese, ein Abo abschließen - und wegen einem einzelnen Artikel werde ich auch nicht einen Betrag spenden. Flattr nimmt mir diese Arbeit ab und bietet gleichzeitig noch eine Kostenkontrolle, denn ich selbst bestimme, wieviel ich monatlich an Unterstützung leisten möchte.
Flattr ist mittlerweile auch auf großen Blogs wie dem Lawblog oder Spreeblick zu finden. Auch die taz, die nicht gerade ein kleines Blog ist, hat nun einen hat nun einen flattr-Button. Man darf also gespannt sein, was die Zukunft hier bringt.
Arbeiten im Fels
Im Zuge der Felssicherungsmaßnahmen am Heidelberger Russenfelsen werden Felsanker neu gesetzt.
2009 wurde festgestellt, dass für die unter dem Felsen liegende Ziegelhäuser Landstraße und Haarlaßweg eine Gefährdung durch Steinschlag besteht. Daher werden die Felsen durch Fangzäune und Felsanker gesichert.
Der Heidelberger Russenfelsen, am nördlichen Neckarufer bei Ziegelhausen gelegen, wurde 1956 unter Naturschutz gestellt und zählt zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands.
Da jeder Eingriff in das Schutzgebiet verboten war, hatte sich das ursprünglich offene Felsgebiet über die Jahrzehnte stark bewaldet. Durch Entwaldungsmaßnahmen sollen die ursprünglichen Verhältnisse wieder hergestellt werden.
Ehrenfriedhof
Ein Bild, das durch die aktuellen Ereignisse im Afghanistankrieg eine neugewonnene Aktualität besitzt.
Der Heidelberger Ehrenfriedhof, oberhalb des Bergfriedhofs in der Südstadt gelegen, ist Ruhestätte für über 500 Kriegstote aus den beiden Weltkriegen.
Der Ehrenfriedhof wurde von 1933 bis 1935 vom Reichsarbeitsdienst angelegt, da man eine Heldengedenkstätte für die toten Soldaten des ersten Weltkriegs schaffen wollte, welche für Aufmärsche und Zeremonien geeignet war. Vor der Errichtung des Ehrenfriedhofs waren die Toten auf der Fläche eines geplanten, teilweise umgesetzten und später verworfenen Zentralfriedhof im Neuenheimer Feld beerdigt.
Noch während des zweiten Weltkriegs wurden Grabstätten für die toten Soldaten der Wehrmacht geplant. Nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur zogen sich die Planungen bis Anfang der 1950er Jahre fort.
Alljährlich am Volkstrauertag findet am Totenaltar, den im dritten Reich nationalsozialistische Symbole schmückten, eine umstrittene Gedenkveranstaltung statt.
Wenn Kultur baden geht: No Accident in Paradise im Mannheimer Herschelbad


Das Mannheimer Herschelbad ist ein durchaus altehrwürdiger Bau. Dass diesen alten Mauern auch moderne Kunst gut zu Gesicht steht, zeigte der Auftritt von No Accident in Paradise am 24.03.2010 in der Schwimmhalle 1 des 1920 eingeweihten Monumentalbaus. Die Performance fand im Rahmen des B-SEITE 2010 Jetztkulturfestival in Kooperation mit dem Jetztmusikfestival statt.
Das Ambient-Live-Projekt No Accident in Paradise wurde 2006 von Micro:form (electronics) , auch bekannt als DJ Stachy (Gründungsmitglied der Hamburger Band Fischmob), initiiert. Co-Performer sind Inannia (bleeps & samples), Al-Agba (keys), Robert Seidel (visuals).
Während der reguläre Badebetrieb in der Schwimmhalle 1 lief, spielten die Künstler ihr Set. Dabei setzten sie ein beeindruckendes Sammelsurium von elektronischen und akustischen Instrumenten ein. Ein wesentliches element war die Einbeziehung der akustischen Umgebung.Die Geräusche des Schwimmbetriebs wurden aufgenommen, live verarbeitet und neu interpretiert. Die akustische Performance wurde durch ebenfalls live gespielte Videoprojektionen, die "lebende Gemälde" aus Wahrnehmung und Erinnerung an die Stirnseite der Halle schufen, ergänzt und interpretiert.


Das Erlebnis war allerdings leider etwas getrübt, da die Videoprojektion nur streckenweise ihre beeindruckende Wirkung entfalten konnte. Die reguläre Raumbeleuchtung war zu stark - oder der Beamer zu schwach... Eine vorab angekündigte "neue Technik, die es den Boxen erlaubt, auch unter Wasser den Klang der Musik von sich zugeben", kam leider nicht zum Einsatz. Die Umsetzung der Performance blieb damit unter ihren sicherlich vorhandenen Möglichkeiten.
Trotz dieser Wermutstropfen konnte die Liveperformance insgesamt überzeugen: Dem Besucher bot sich guter Sound und stimmungsvolle Echtzeitperfomance an einem außergewöhnlichen Ort. Den Badegästen jedenfalls hat's gefallen.
Das B-SEITE Festival 2010 findet noch bis zum 27. März im Zeitraumexit, U2, 1A in Mannheim statt.


> Jetztmusikfestival@Time warp
> B-SEITE 2010
> No Accident in Paradise
> Herschelbad Mannheim
> B-SEITE 2010



